Glück oder Unglück?

Gibt es Glück und Unglück eigentlich wirklich?

 

Viele Philosophen und spirituelle Lehrer weisen immer wieder darauf hin, dass Glücklich-sein auch das Unglücklich-sein in sich birgt – und umgekehrt. Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Denn wenn ich nicht mehr glücklich sein sollte, was macht dann das Leben noch für einen Sinn?

 

Auch wird immer wieder vom „Lieben was ist“ (Byron Katie) und der Gegenwärtigkeit (E. Tolle) gesprochen. Man soll das Annehmen was ist – Einssein - mit dem was ist.

 

Was ist damit gemeint?

 

Meine persönliche Erfahrung hierzu kann ich dahingehend bestätigen, dass immer dann wenn ich im Widerstand mit dem war - WAS IST -  habe ich Leid erfahren. Und zwar immer und immer wieder. Also, wenn ich nicht lieben konnte „was ist“.

 

Zuerst „denkt“ man, dass man doch recht hat und dass das einfach eine blöde oder ungerechte Situation sei. Doch auf den zweiten und dritten Blick, merkt man irgendwann, dass es lediglich die Sichtweise war, die Leid erzeugt und so zum Schmerz geführt hat.

 

Ein Beispiel: Eine Bekannte verlor ohne Vorankündigung ihren Arbeitsplatz – völlig überraschend. Sie war am Boden zerstört und verstand die Welt nicht mehr. Sie empfand es als grundlos und ungerecht. Kurze Zeit später verstarb unerwartet ihre noch recht aktive Mutter. Nun hieß es, Beerdigung organisieren, die Wohnung räumen etc. sich um all die Angelegenheiten kümmern, die in so einer Lebenssituation anfallen. Sie hatte jetzt ausreichend Zeit und erledigte Vieles auch ohne die Unterstützung der restlichen Familie. Als all die anfallenden Aufgaben erledigt waren, bekam sie einen neuen Job,  der viel besser zu ihrem Potenzial passte und ihr mittlerweile große Freude bereitet.

 

Was will ich mit dieser Geschichte sagen? Im Nachhinein, was das vermeintliche Übel – der Verlust des Arbeitsplatzes gar nicht wirklich ein Unglück.

 

Es war sogar eher Glück!

 

Was nun!? Glück oder Unglück? Das Leben stellt uns also immer wieder diese Fragen und somit vor die Herausforderung, vermeintliche Krisen als Chancen zu sehen und nicht voreilig zu bewerten und zu verurteilen. Denn oft stellt sich später heraus, dass gerade diese Krise, das Tor zum Glück gewesen ist.

 

Wie traumhaft unkompliziert könnte also das Leben sein, wenn wir uns vertrauensvoll dem Lebensfluss hingeben und einfach nur noch das schöne wilde Leben genießen würden? In Ruhe, Frieden und Gelassenheit? Wäre das nicht eine Option? Ich finde schon.

 

Und so macht dann das Leben auch wieder einen Sinn – mit oder ohne Glück bzw. Unglück ;o)

 

Viel Erfolg beim „Lieben und Annehmen WAS-IST“!

 

Ihr Lifecoach

Silvia Conradi

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